Die Deichstadtvolleys | VC Neuwied 77

Corona verhindert Einreise von US-Spielerinnen zum VC Neuwied

Am Montag, 3.August, soll beim Volleyball-Zweitligisten VC Neuwied das Training beginnen – doch Corona hat im Moment ein Drittel des Kaders zur Untätigkeit gezwungen. Denn vier Neuverpflichtungen aus den USA dürfen wegen des Corona-Lockdowns nicht einreisen.

Sie sitzen zum ersten Mal seit über drei Monaten wieder gemeinsam an einem Tisch: Vorstand, Geschäftsführer und Trainer des Volleyball-Clubs Neuwied ´77. “Das letzte Mal in dieser Zusammensetzung war es im März”, sagt Raimund Lepki, der Vorsitzende der Deichstadt-Volleys. “Dann hat Corona weitere gemeinsame Sitzungen unmöglich gemacht.”

Transfer-Coup, aber keine Einreise möglich

Ironie des Schicksals: Trotz der mittlerweile gültigen Lockerungen setzt das Virus dem Zweitligisten immer noch heftig zu. Denn vier der fünf Neuverpflichtungen für die nächste Saison können im Moment nicht anreisen nach Neuwied. Denn das Profi-Quartett kommt aus den USA. Eigentlich ein Transfer-Coup – aber derzeit noch mit Hindernissen. “Tatsächlich haben wir schon Flüge gebucht, Wohnungen gemietet und Autos gekauft”, schildert Geschäftsführer Uwe Lederer. Doch die strengen Lockdown-Bestimmungen der USA – verbunden mit strikten Ausreise-Beschränkungen – machen derzeit die Einreise nach Deutschland unmöglich. “Die Verträge sind unterschrieben“, sagt Lederer. “Wir planen mit ihnen und hoffen, dass sie vielleicht doch Anfang August einreisen können.”

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Saisonstart im September

Fakt aber ist, dass die US-Beschränkungen mindestens bis Ende August gelten – und die steigenden Infektions-Zahlen lassen derzeit nur wenig Hoffnung auf schnelle Lockerungen zu. Für Trainer Dirk Groß bedeutet das wohl erst einmal, Improvisations-Kunst zu beweisen. “Das ist zweifellos eine neue Herausforderung”, schildert der Erstliga-erfahrene Coach die derzeitige Lage. Trainingsbeginn ist nächste Woche, das erste Punktspiel der neuen Zweitliga-Saison ist für 20. September terminiert. Groß: “Erstmal müssten wir mit den Spielerinnen die Vorbereitung starten, die da sind. Wenn die Amerikanerinnen zum Beispiel Ende August einreisen würden, haben wir ja noch ein wenig Zeit. Das würde schon funktionieren.”

Der Aufstieg als Ziel

Trotzdem: Die Zeit drängt. Denn der VC Neuwied hat ehrgeizige Ziele. Nach fünf Jahren in der Zweiten Bundesliga soll der Sprung ganz nach oben geschafft werden. “Und da wäre es natürlich schon ganz gut, wenn unsere Neuen von Anfang an dabei wären”, lacht Uwe Lederer.

Autor: Christian Döring
Quelle: https://www.swr.de/sport/mehr-sport/volleyball/artikel-vcneuwied-transfers-mit-hindernissen-100.html